14. Sep, 2016

Jockels Lebensfreude-Tipps (4): Immer schön mobil bleiben!

Die Lebensqualität der Menschen mit etwas mehr Gewicht wird allzu oft eingeschränkt durch eine reduzierte Mobilität. Da nützt kein bequemes oder schnelles Auto. Der Mensch selbst muss sich bewegen. 

Schon in meiner Jugend war ich ein Läufer. Als Schüler habe ich es bis zur Stadtmeisterschaft mit der 3 x 1000 Meter-Staffel geschafft. Im reiferen Alter – so Ende meiner 40iger Jahre – musste es dann ein Marathon sein. Und nicht irgendeiner, sondern New York. Acht Jahre später wurde New York dann noch einmal wiederholt. Immer schön locker – mit einer Endzeit von etwa fünf Stunden. 2006 endete dann meine Marathon-Karriere in Berlin. Auch hier bin ich relativ leichtfüßig angekommen, aber in den Folgejahren litt meine Lauffreudigkeit unter meinem Gewicht. 

So richtig Spaß hat mir das Training für die Großevents eigentlich nie gemacht. Es war immer Qual und Überwindung. Die oft beschworenen Glücksgefühle haben sich beim Laufen nie eingestellt. 

So überrascht es nicht, dass ich nach dem zweiten Meniskusschaden jetzt ganz auf eine andere Fortbewegungsart setze: Ich fahre mit dem Rad. Nicht mit dem Rennrad, sondern mit einem ganz normalen Holland-Rad namens Gazelle. Nomen est omen.

Und seltsamerweise ergeben sich dabei die Glücksgefühle recht häufig. Zum Beispiel, wenn ich auf dem Rheindamm entlang radele, den wunderbaren Strom genieße und mich an dem Panorama meiner Heimatstadt erfreue. Das ist für mich Lebensfreude. Und bewegt habe ich mich auch noch.