28. Nov, 2016

Ein Glas Rotwein erspart das Fitness-Studio

An einige exotische Sportarten haben wir uns bei den Olympischen Spielen ja schon gewöhnt: zum Beispiel Softball oder Rugby Seven. Diese Liste der sportlichen Kuriositäten könnte demnächst sogar noch erweitertet werden. Und zwar um die Disziplin: Rotwein-Trinken.

Erstmals haben es Wissenschaftlicher nicht bei einer allgemeinen Formulierung wie „Rotwein in Maßen ist gut für Herz und Kreislauf“ belassen, sondern sich ganz konkret festgelegt: Ein Glas Rotwein ist mit einer Stunde Strampeln und Stemmen in der Muckibude gleichzusetzen. 

Zu verdanken haben wir diese Erkenntnis einem sympathischen Forscherteam der Universität in Alberta, was im fernen Kanada liegt. Für die heilige Wissenschaft hoffe ich mal, dass die Forscher nicht das eine oder andere Glas zu viel getrunken haben, bevor sie mit dieser kühnen Information an die Öffentlichkeit gingen.

Die Details ihrer Argumentation jedenfalls klingen durchaus seriös: Rotwein enthalte Resveratrol-Verbindungen. Und die wirken sich so wunderbar positiv aus. Sie optimieren ganz allgemein die körperliche Verfassung des Menschen, sie verbessern seine Herzfunktion, und sie stärken die Muskeln. Und deshalb die kühne Behauptung, dass ein Schluck aus der Pulle die körperliche Leistungsfähigkeit steigere.

Als Leistungssport eignet sich die neue Disziplin aber leider nicht. In diesem Fall leidet die körperliche Ertüchtigung, je mehr man trainiert. Die Olympia-Kämpfer müssen also weiter schnaufen und schwitzen, um Medaillen zu erobern. Aber wir Freizeitsportler können uns durchaus mit dem Gedanken anfreunden, Anhänger dieser neuen Fitness-Bewegung zu werden.

Ich bin dann mal weg – zum Training. In der Weinstube.