18. Apr, 2016

Die Awista geht in den Untergrund

Düsseldorf geht in den Untergrund. Keine Angst, hier geht nicht schon wieder um die Wehrhahn-Linie der U-Bahn. Über die ist in den letzten Tagen ausführlich berichtet worden. Hier geht es um einen Trend, der sich in den letzten Jahren eher still und leise entwickelt hat. Aber unaufhaltsam ist. Oder haben Sie gewusst, dass es in unserer schönen Stadt bereits 30 sogenannte Unterflur-Containerstationen gibt? Und 13 weitere sind ganz konkret geplant. Sauber.

Gewiss, die im Boden versenkten Stationen mit zwei Containern für Altpapier und drei für Glas sind keine billige Sache. Sie kosten je 50 000 Euro, 30 000 mehr als die übliche oberirdische Ansammlung von Rieseneimern. Aber eine Stadt, die etwas auf sich hält und die zunehmende Vermüllung stoppen will, sollte nicht an der falschen Stelle sparen.

Deshalb ist das eine prima Idee, Awista!

Man muss kein großer Ästhet sein, um Augenmigräne zu bekommen, wenn man sich die meisten der alten Container anschaut. In welchem Stadtteil man auch ist, sie verschandeln das Bild. Gleichgültig, ob vor der Entleerung oder unmittelbar danach. Es sieht oft aus wie in Neapel nach einem fünfwöchigen Streik der dortigen Müllabfuhr.

Doch es ist nicht nur die Optik, die es bringt. Wird der Müll in der Unterwelt gesammelt, so ist das auch noch deutlich leiser. Das jedenfalls stellte ganz offiziell das Umweltamt der Stadt fest. Außerdem gibt es in diesen Fällen keine Sichtbehinderung des Verkehrs mehr. Und auch das noch: Da diese Container in der Ebene – 1 sind, ist die oberirdische Vermüllung so gering, dass die Reinigungskosten gesenkt werden können. Was wir da wieder sparen ...

Düsseldorf ist eine in weiten Teilen schöne Stadt. Für ganz wesentliche Elemente wie zum Beispiel die sensationelle Rheinlage hat die Natur gesorgt. Für andere Dinge muss die Stadt selbst sorgen: zum Beispiel für eine adäquate Müllentsorgung. Die Unterflur-Container kosten zwar mehr, aber sie sind ein Gewinn für unsere Stadt. Bei 43 darf man nicht aufhören ...