22. Jul, 2016

Verwandelt Parkplätze in Café- und Kneipen-Terrassen!

Düsseldorf ist eine Ausgeh-Stadt. Nicht nur in der Altstadt, auch in vielen Stadtteilen gibt es mittlerweile ein vielfältiges gastronomisches Angebot. In Oberkassel, Bilk, Oberbilk, Flingern, Derendorf, Pempelfort, Kaiserswerth – um nur einige der stetig wachsenden Möglichkeiten zu nennen.

Der Düsseldorfer liebt es auch, seine Freizeit draußen zu verbringen. Sobald es irgendwie möglich und von den Temperaturen vertretbar ist, will der rheinische Gast sein Bierchen, seinen Prosecco und sein Essen unter freiem Himmel einnehmen. In den Sommermonaten kann man in Oberkassel regelmäßig beobachten, wie der Kunde sich entscheidet, wenn er denn kann: Das Muggel, Saitta, Hot Cucina oder der Grieche sind bei schönem Wetter draußen überfüllt, drinnen relativ leer. Dabei sind die Open-Air-Locations noch nicht einmal sonderlich attraktiv. Auf dem Barbarossa-Platz zieht es, vorm Muggel sitzt man eingezwängt zwischen den SUVs der Stammkunden. Macht nix, Hauptsache draußen.

So einfach kann es sein!

Und so würde es – wo auch immer in Düsseldorf  - auch sein, wenn die Landeshauptstadt das Beispiel der gleichermaßen vergnügungssüchtigen Nachbarstadt im Süden übernehmen würde. Dort dürfen Stell- in Terrassenplätze umgewandelt werden – für rund 1500 Euro. Durch diese Lösung würde eine so genannte Win-Win-Situation entstehen: Der Gast hat seine Outdoor-Freude, der Wirt hat auch in den Sommermonaten Gäste, die ansonsten ausblieben. Und ist es schlimm, wenn es temporär ein paar Parkplätze weniger gibt? Nö, die echten Düsseldorfer kommen dann eh mit dem Fahrrad, und die auswärtigen Gäste sollen gefälligst die Parkhäuser nutzen.

Und deshalb ist der Kölner Vorschlag eine prima Idee.

Laut Rheinischer Post ist die Düsseldorfer Stadtverwaltung noch etwas sperrig – zu viel Aufwand, ungeklärte Sicherheitsfragen ... Es sind halt (Amts-)Stubenhocker. Aber auch die wollen bei schönem Wetter mal raus. Es gibt also noch Hoffnung.

Foto: Messe Düsseldorf