30. Sep, 2016

Klein-Paris hat es vorgemacht

Oh là là! Die Franzosen hatten wieder einmal eine prima Idee, um ihre Hauptstadt Paris noch interessanter zu machen. Auf Initiative von Bürgermeisterin Anne Hildago werden jetzt die Autos im Stadtzentrum vom rechten Seine-Ufer verbannt – und vom Louvre bis zum Bastille-Platz eine 3,3 Kilometer lange Flaniermeile eingerichtet.

Als Düsseldorfer kann man sich bei so viel stadtplanerischem Esprit ein leichtes Schmunzeln nicht verkneifen. Schließlich hat man in Klein-Paris schon 1976 – also vor genau 40 Jahren – beschlossen, am Rhein-Ufer die Autos in einen Tunnel zu lenken und so das Bummeln zwischen Altstadt und Rhein gefahrlos zu ermöglichen. Gut, es hat von der Entscheidung bis zur Tunnelfreigabe noch 17 Jahre gedauert. Jahrhundert-Bauwerke brauchen eben ihre Zeit ...

Dafür sind sie aber auch von besonderer Nachhaltigkeit. Die Stadt wieder an den Rhein zu holen, war extrem wichtig, um Düsseldorf für Bürger (und natürlich auch für Besucher) noch attraktiver zu machen. Wenn man heute über die Oberkasseler Brücke geht und die autofreie Rheinpromenade sieht, dann geht einem als Düsseldorfer das Herz auf. Wat is unser Düsseldorf doch schön!

Den Einwohnern Paris wird es nicht anders gehen: Auch sie werden dieses neue Lebensgefühl direkt am Strom genießen. Es ist halt ein prima Idee.