Menschen für Menschen

28. Dez, 2016

Bisher ist sie nur in Äthiopien ein Star, seit dem 21. Dezember 2016 kennt man sie auch in Deutschland: Als Partnerin von Jürgen Vogel im ARD-Film „Der weiße Äthiopier“ imponierte Dayat Demissie, eine Schauspielerin aus Addis Abeba.

Menschen für Menschen, die von Karlheinz Böhm gegründete Äthiopien-Hilfe, hat die 34Jährige schon vor Jahren für sich entdeckt. Als nationale Botschafterin unterstützt sie die deutsch-äthiopische Hilfsorganisation. Im Oktober 2015 zum Beispiel begleitete sie Almaz Böhm bei der Eröffnung einer Berufsausbildungseinrichtung in Oromiya.

Meine Notizen von damals: 

„Sie wirkt brav und sehr jung,  ja sogar etwas schüchtern. Erst, wenn junge Mädchen Ihr um den Hals fallen und schüchterne Jungen sie um ein Autogramm bitten, stellt man sich die Frage, wer die junge Frau denn ist. Nun, sie heißt Sayat Demissie, war vor vier Jahren Miss Äthiopia, wird von Ihren Fans gerne als die äthiopische Jennifer Lopez bezeichnet, arbeitet jetzt vor allem als Schauspieler und tritt in Äthiopien als nationale Botschafterin von Menschen für Menschen auf. Dabei agiert die 32-Jährige, die eine kleine Tochter hat, bescheiden und zurückhaltend.

Das war sie wohl auch als sie den ersten deutschen Film drehte: „Der weiße Äthiopier" mit Jürgen Vogel in der Hauptrolle. Am ersten Drehtag mit dem deutschen Film- und TV-Star entschuldigte sie sich bei ihm, dass sie ihn nicht kennen würde – schließlich konnte sie ihn nicht googeln, da sie in Äthiopien kein Internet hat.

Jürgen Vogel nahm es wohl gelassen.“

Der Film „Der weiße Äthiopier“ ist noch in der ARD-Mediathek verfügbar.

Foto: ARD

17. Nov, 2016

Gemeinsam mit Sara Nuru (rechts) durfte ich die Verleihung des Karlheinz Böhm-Preises in der Residenz, München, moderieren. Araba Pilic (links) von der Stiftung Menschen für Menschen hat die Veranstaltung organisiert.

15. Nov, 2016

Am 16. Mai 1981 legte der damalige Schauspieler Karlheinz Böhm mit seiner legendären Wette in der Sendung „Wetten, dass..?“ den Grundstein für Menschen für Menschen. Am 13. November 1981 gründete er den Verein Menschen für Menschen – Karlheinz Böhm Äthiopienhilfe. Seitdem leistet die Organisation, die zwischenzeitlich in eine Stiftung umgewandelt wurde, Hilfe zur Selbstentwicklung in Äthiopien. Im Rahmen sogenannter integrierter ländlicher Entwicklungsprojekte verzahnt Menschen für Menschen gemeinsam mit der Bevölkerung Maßnahmen aus den Bereichen Landwirtschaft, Wasser, Bildung, Gesundheit und Einkommen. Bisher erhielten weit über 5 Millionen Menschen in Äthiopien dank der Arbeit von Menschen für Menschen die Chance für ein besseres Leben. Derzeit arbeitet Menschen für Menschen in zwölf Projektgebieten in Äthiopien. Karlheinz Böhm starb am 29. Mai 2014. Sein Lebenswerk wird von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Deutschland, Österreich und Belgien konsequent weitergeführt.

In Erinnerung an die Leistung von Karlheinz Böhm wurde zum ersten Mal am Samstag (12. November 2016) in München, im Rahmen der Feier zum 35-jährigen Bestehen der Stiftung, der Karlheinz Böhm Preis verliehen. Den Preis erhielt Bundespräsident a.D. Horst Köhler. Die Laudatio hielt Dr. Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Der Preis ist nicht dotiert.

Die Äthiopienhilfe kann zahlreiche Erfolge vorweisen: Bisher wurden durch Menschen für Menschen in Äthiopien unter anderem 2.235 Wasserstellen (Pumpbrunnen und Quellfassungen), 409 Schulen, 86 Gesundheitsstationen und 15 Polikliniken gebaut; über 330.000 Menschen haben an einer Alphabetisierungskampagne teilgenommen. Über 80.000 Frauen erhielten hauswirtschaftliche Weiterbildungsmaßnahmen und 25.000 Frauen haben am Kleinkreditprogramm teilgenommen. Rund Presseinformation 52.000 Kilometer Stein- bzw. Erdwälle wurden im Kampf gegen Erosion gebaut und 200 Millionen Baumsetzlinge verteilt. Über 400.000 Schülerinnen und Schüler werden pro Jahr in den von Menschen für Menschen gebauten Schulen unterrichtet.

 

20. Jul, 2016

Am Samstag, 12. November 2016, wird in der Münchner Residenz zum ersten Mal der Karlheinz Böhm-Preis für „Mut und Menschlichkeit“ verliehen. Dies geschieht im Rahmen einer Matin'ee zum 35-jährigen Bestehen der Stiftung Menschen für Menschen. Erster Preisträger ist der ehemalige Bundespräsident Horst Köhler. Er ist mit Karlheinz Böhm sehr eng befreundet gewesen und hat die Stiftung Menschen für Menschen immer unterstützt.

Als Chefredakteur der Schwäbischen Zeitung habe ich im Jahr 2005 in Berlin – zusammen mit Sabine Lennartz und Herbert Beck – ein Interview mit dem damaligen Bundespräsidenten Horst Köhler gemacht, das heute vor dem Hintergrund der aktuellen Flüchtlingskrise immer noch aktuell ist.

So sagte Köhler: „Wenn wir den Menschen nicht Perspektiven aufzeigen, dass sie im eigenen Land oder auf dem afrikanischen Kontinent eine Chance für ein anständiges Leben haben, werden wir bei uns noch mehr Probleme erhalten“

1. Mai, 2016

Zusammen mit Topmodel Sara Nuru werde ich am 12. November 2016 in der Münchner Residenz eine Matin'ee zum 35-jährigen Bestehen der Stiftung Menschen für Menschen moderieren. Wir kennen uns gut - Sara war in der Vergangenheit schon häufig mein Gast, zum Beispiel beim Forum der Schwäbischen Zeitung oder bei der TV-Sendung "Humpis - der Talk". Es waren immer sehr angenehme und interessante Gespräche.

Erstmals wird auf dieser Veranstaltung der Karlheinz Böhm-Preis für "Mut und Menschlichkeit" verliehen.

Seit meiner Zeit als Chefredakteur der Schwäbischen Zeitung bin ich mit der Böhm-Stiftung sehr eng vorbunden. Die Leserinnen und Leser haben im Laufe der Jahre über 2,5 Millionen Euro für die Menschen in Äthiopien gespendet. Mit diesem Geld wurden Schulen gebaut, Brunnen installiert, Kredite für Frauen gefördert, Straßen hergerichtet und Ausbildungsplätze geschaffen.